Die Schülerbeförderung aus Sicht einer Schülerin

Aniko Rösch, unsere Account- und Projektmanagerin, war als Schülerin selbst in den Genuss der freigestellten Schülerbeförderung gekommen. Wie viel Genuss es wirklich war und welche Herausforderungen es zu meistern gab, schreibt sie in diesem persönlichen Beitrag.

Wenn man als Kind auf einmal nicht mehr nur die Straße runter zur Grundschule muss

Ungefähr zur Mitte meiner Grundschulzeit bauten meine Eltern unser Haus. Für viele Kinder ein Traum: großer Garten, direkt am Feld und Wald – war es für mich schlechthin ein Alptraum. Wortwörtlich sagte ich wohl etwas wie „am Arsch der Welt“ würden wir nun wohnen. Das kam nicht von ungefähr, denn alle meine Freunde wohnten natürlich weiterhin im Plattenbau der ca. zwei Kilometer entfernt war – unendlich weit weg für mich. Gerade daran gewöhnt trennten sich nach der Grundschule die Wege und ich ging aufs Gymnasium. Das hieß nicht nur andere Schule und neue Freunde finden müssen, sondern auch ein längerer Schulweg. Da wir ja nun „am Arsch der Welt“ wohnten, fuhren auch keine regulären Busse. Relativ zeitgleich mit meinem Antritt der fünften Klasse wurde ein „Rufbus“ mit zwei Haltestellen – eine auf Höhe der Straße, in der meine Oma wohnte und eine bei uns – eingeführt. Diesen musste meine Mutter telefonisch bestellen, wenn ich denn eingesammelt und zur Schule gebracht werden sollte.

Wenn man als Kind einen ganzen Bus für sich hat

So fuhr also mein persönlicher Rufbus – ich war schließlich die einzige im gesamten Wohngebiet, die 7:15 Uhr am Morgen zum Gymnasium wollte – jeden Tag, von Montag bis Freitag, vom Wohngebiet die drei Kilometer in die Stadt. Am Nachmittag fuhr er dann „regulär“ (es war ein offizieller Bus, allein war ich trotzdem meistens) wieder zurück. Jeden Nachmittag sagte ich dann brav die Haltestelle zu der ich wollte. Ich glaube der Busfahrer fand das immer ziemlich lustig. Vielleicht hätte ich mich auch mit ihm unterhalten, wenn er für mich als Kind nicht so furchtbar gruslig gewesen wäre. So fuhr er mich also entweder zur Haltestelle meiner Oma oder eins weiter zu uns nach Hause.

An dieser Stelle könnte ich davon erzählen, dass meine Oma natürlich jeden Mittag gekocht hatte und so, noch vor den Hausaufgaben ich erstmal ins Fresskoma fiel. Das lief so bis zur siebten Klasse und ich so dezent pummelig und uncool geworden war, das, und das weiß ich nicht mehr ganz genau warum, ich irgendwann anfing zu laufen. Drei Kilometer am Morgen, drei Kilometer am Nachmittag und nach einem Jahr in super Figur (Ja gut. Ich war auch zweimal die Woche zum Badmintontraining.) Und der Rufbus wurde abgeschafft. Vermutlich wegen mir. Eine Zeit lang hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ja nun der gruslige Busfahrer keinen Job mehr hatte. Habe ihn dann einen anderen Bus fahren sehen; war beruhigt. Kinderdenken – irre.

Wenn man als Kind mit Angst in ein Taxi steigt

Statt dem Kleinbus den ich erwartete, kam manchmal aber auch ein Taxi. Für mich als Kind, das schon immer eingetrichtert bekommen hatte, nicht zu Fremden ins Auto zu steigen, beim ersten Mal eine echte Herausforderung. Denn weder stand auf dem Taxi etwas anderes außer „Taxi“, noch konnte der Taxifahrer irgendwas vorzeigen. So hoffte ich also einfach nur inständig darauf er möge mich zum Gymnasium fahren. Tat er auch. Nur war er wesentlich schneller als der Busfahrer sodass ich noch vor 7.15 Uhr an der Schule ankam, was bedeutete, vor verschlossener Tür warten zu müssen. Die Angst, dann Erleichterung schlug also in Wut um. Blödes Taxi.
Natürlich erzählte ich meinen Eltern davon und im heuteigen Sprachgebrauch würde man wohl sagen, dass meine Mutter not amused war. Die nächsten Male sagten die Taxifahrer dann von allein, dass sie zum Gymnasium fahren. Ich vermute im Nachhinein, dass es wohl einen freundlichen Anruf meiner Mom gab.

Wenn man als Erwachsener weiß, dass es besser geht

Damit Kinder beruhigt in ihr „Schul-Taxi“ steigen können, Eltern sich keine Sorgen machen müssen, wie denn der Nachwuchs morgens zur Schule kommt und die verwaltenden Stellen keinen Schulgänger vergessen – dafür gibt es jetzt VIA.

VIA hilft nicht nur den Kommunen den Schülertransport effizienter, transparenter und damit kostensparender zu organisieren, sondern gibt auch Eltern das gute Gefühl, sich zumindest über den Schulweg ihrer Kinder keine Gedanken machen zu müssen.

Darum unterstütze ich das Team von Stadt.Land.Netz. Für den organisierten Schulweg von morgen.

Über den Autor

Aniko Rösch
Aniko Rösch

Aniko kümmert sich bei Stadt.Land.Netz darum, dass alles rund läuft. Als Projekt- und Accountmanagerin betreut sie unsere Kunden, die Einführung neuer Produkte und unsere Projekte und Neuentwicklungen.